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Sizilien

Die größte Insel der Republik Italien ist das mit einer Gesamtfläche von 25.700 km² und etwa 5 Millionen Einwohnern zählende Sizilien.

Südwestlich von der Inselspitze Italiens gelegen, ist Sizilien in neun Regionen aufgeteilt, die zum Teil sehr dicht besiedelt sind. Neben der Hauptstadt Palermo gibt es auf der Insel viele kleine, sehenswerte Orte die sich mit den attraktiven Städte Messina, Catania und Syrakus ergänzen. Letztere wartet mit einen besonders schön gestalteten historischen Stadtkern und bedeutungsvollen archäologischen Ausgrabungsstellen auf.

Ergänzend lässt sich anfügen, das das Landesinnere im Vergleich zu den Küstenregionen eher dünn bewohnt ist. Man trifft hier auf unterschiedlich abstammende freundliche Mitmenschen, die in Sizilien eine neue Heimat fanden. Gerade in der Region um Palermo hat ein überwiegend albanisch-stämmiges Volk angesiedelt, welches im Gegensatz zu der überwiegend katholisch zugehörigen Restbevölkerung, eigene Tradition und damit verbundene Gewohnheiten pflegt.

Die Mehrheit der Bevölkerung jedoch praktiziert den christlichen Glauben, wobei gerade in Sizilien die Marienverehrung im Vordergrund steht. Traditionelle Umzüge zu den Feiertagen, bei denen man die sizilianische Variante der italienischen Sprache in würdevollen Sprechgesängen hört, sind für jeden Reisenden sehenswert. Der Glaube und die Tradition wird hier von den fremdenfreundlichen Sizilianer gehegt und gepflegt.

Bekannt ist die mediterrane Insel, mit ihren überwiegend heißen und trockenen Sommern, auch für den größten und aktivsten Vulkan Europas. Der 3345m hohe Ätna prägt neben den aktiven Vulkanbergen Stromboli und Vulcano, die nordöstlich auf den vorgelagerten Liparischen Inseln liegen, das Landschaftsbild. Die Aktivität der Vulkane lässt sich auch in den durch Lavastrom entstandenen Seen wie den Lago di Pergusa im Zentrum der Insel, sowie den Alcantara Schluchten nachvollziehen.

Der Winter in Sizilien ist feucht aber dennoch mild. Daher ist die Insel auch in der Winterzeit einen Besuch wert. Dem zu diesem Zeitpunkt Reisenden entgehen allerdings die zahlreichen blühenden Sträucher und Mandelbäumchen. Jedoch dient die vegetationsreiche Landschaft, mit den über 3000 verschiedenen Pflanzenarten, in diesen Monaten vielen Zugvögel aus Nordeuropa als Winterquartier.

Die großen Waldgebiete um den Monti Madonie und in der Region Monti Nebrodi sind die Heimat vieler einheimischer Tiere wie Wölfe, Füchse und Wildkatzen. Der Bestand an Rotwild ging allerdings aufgrund der intensiven Jagd der letzten Jahre drastisch zurück. Auch die vermehrt stattfindenden Rodungen der Wälder ist hierzu ein Anlass. Nahezu unberührt ist hingegen die artenreiche Vielfalt der Meeresbewohner in bezaubernder Kulisse. Neben zahlreichen Krustentieren sind auch Thun- und Schwertfisch hier heimisch. Meeresschildkröten kann man an der Pelagischen Insel beobachten.

Die in Form eines Dreiecks gehaltene Insel liegt im Mittelpunkt des Tyrrhenischen Meeres- welches Ost-Westlich gen Nordküste verläuft - und des Ionischen Meeres, das an die Ostküste grenzt. Südwestlich von Sizilien liegt die Stretto di Sicilia, die andererseits an den Kontinent Afrika grenzt. Die Zugehörigkeit zur afrikanischen und eurasischen Kontinentalplatte verläuft mittig durch die Insel, und verursacht durch deren Reibung oftmals heftige Erbeben, die vor allem den südlichen Teil der Insel in Mitleidenschaft zieht.

Neben den ertragsreichen landwirtschaftlichen Anbauflächen an den Hängen des Ätnas und im Landesinneren, zählt vor allem der wachsende Tourismus mit einer Vielzahl von Hotels auf Sizilien zu den Einnahmequellen der Insel. Auch der Fischfang, der zu den größten Italiens zählt, stellt neben dem wirtschaftlichen Abbau von Stein und Mineralien eine beträchtliche und unverzichtbare Einnahmemöglichkeit dar. Aufgrund dieser doch relativ voneinander unabhängigen Einnahmesektoren ist es verwunderlich, dass die Arbeitslosigkeit der Bevölkerung bei über 14 Prozent liegt.

Im touristischen Bereich lockt vor allem die vielseitige und traditionsreiche Küche, die oftmals aus kleinen Vorspeisen und deftigen Hautgängen besteht. Die Raffinesse der Zubereitung liegt hier in den delikaten Füllungen von Fleisch und Fisch. Auf die ehemalige Anwesenheit der Araber weist vermutlich die Liebe zu den besonderen Süßspeisen hin. Daher sind die zahlreichen kleinen Restaurante´ s und auch die touristischen Unterkünfte eine gute Adresse, um den Gaumen zu verwöhnen.

Das antik, barocke Straßenbild, welches von Normannen und Staufern geprägt wurde, weist eine gute Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten auf. Hier findet man auch eine breitgefächerte Auswahl an musischen, künstlerischen und sportlichen Artikel, die die Ambitionen der Sizilianer wiederspiegeln.

Sizilien ist auch das Land der Tempel und Heiligtümer. Auf beeindruckende Art werden hier dem Reisenden antike Schätze und wertvolle historische Anlagen präsentiert, die ihresgleichen suchen. Die stete Präsenz der Antike zeigt ein Sizilien vergangener Zeiten, dass sich harmonisch in das Heute einfügt, und das Interesse des Reisenden weckt.

Text von Claudia Schleicher

Alle Bilder von Pixelio.de