Im Mittelmeer gelegen, nördlich von Sizilien findet man auf der gleichnamigen Insel den Vulkan Stromboli. Die Insel die der Gruppierung der Liparischen Inseln angehört, wird geprägt vom 960m hohen Vulkan, der eine Gesamthöhe von 3000m ab dem Meeresgrund aufweist.
Der zur Art der Schlackenkegel zählende Stromboli beansprucht somit den größten Teil der nur 12km² großen Insel. Jedoch findet man auf der typisch vulkangeprägten Inselvegetation auch 450 Einwohner, die überwiegend im Nordosten der Insel im Ort Stromboli wohnen. Erreichbar ist die Insel vom Wasser aus, und bietet aufgrund der schlechten Straßenausbauung innerhalb der Insel nur begrenzte Fortbewegungsmöglichkeiten. Die Menschen finanzieren ihren Lebensunterhalt vom Tourismus, Landwirtschaft und natürlich vom Fischfang.
Trotz der geringen Einwohnerzahl bieten sich dem Reisenden bei einem Ausflug auf diese Insel alle wünschenswerten Annehmlichkeiten. So werden neben den kulinarischen auch die touristischen Ansprüche zufrieden gestellt. Gerade an der Nordseite kann man anhand der sogenannten Feuerrutsche auf beschauliche Weise erleben, wie glühend heiße Lava ins Meer fließt und erlischt. An dieser Stelle, die Sciara del Fuocco genannt wird, werden aufgrund der porösen Karter regelmäßige Ströme beobachtet.
Charakteristisch lässt sich der Stromboli genauso wie sein vulkanischer Kompagnon der Ätna in verschiedene Vegetationsgürtel aufteilen. So findet man am Fuße und den darüber liegenden Hängen die landwirtschaftlichen Nutzflächen, die Plantagerien sowie die ertragsreichen Weinreben. Im Anschluss an diesen Bereich findet der Reisende das typische Bild der wildwachsenden Sträucher und Pflanzen an. Ab 600 Metern über dem Meeresspiegel wirkt die Vegetation nahezu kahl, und wird durch feine Asche und Sand bedeckt. Daher stammt auch das Bild der weißen Spitze des Stromboli.
Der Vulkan zählt zu den aktivsten der Welt, und brach zuletzt Februar 2007 aus. Diese Lavamassen können neben Erdrutschen auch beachtliche Flutwellen erzeugen, und unterliegen daher der steten und genauen Beobachtung und Forschung. Aufgrund der Zugehörigkeit der Schlackenkegel, entwickeln sich anders als beim Ätna, die Ausscheidungen explosionsartig und werfen neben Lava auch Gesteinsformatierungen aus. Die Eruption erfolgt direkt über den Krater, und tritt nicht an den Seitenwänden aus. Der Stromboli ist aufgrund seiner steten Aussonderung von Dampf und Rauch unberechenbar, und ist daher oftmals im Gipfelbereich nicht zugänglich.
Der wohl massivste Ausbruch wurde im Jahr 1930 verzeichnet, und forderte mehrere Menschenleben, zumal die Glutlawine Meereswellen auslöste, die über 2 Meter erreichten. Der Stromboli ist trotz seiner Gefährlichkeit ein lohnendes Ausflugsziel, denn die beachtlichen Massen an Lava und die unerschöpfliche Kraft der Natur werden hier auf eindrucksvolle Weise gezeigt. Beherzigen sollte man allerdings die Warnschilder, und sich nicht unachtsam darüber hinweg setzen
Text von Claudia Schleicher
