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Noto

Die Stadt Noto liegt mit ihrem 550km² großen Arenal und den 23400 Einwohnern südwestlich der historischen Stadt Syrakus an der Küste Siziliens.

Der heutige Bischofssitz wurde einst von Sikelern gegründet, verfiel aber früh in die jeweilige Herrschaft Syrakus. Das barocke Noto wurde nach einen Erdbeben in unmittelbarer Nähe seines früheren Fundaments erbaut, und weist die typischen Merkmale sizilianischer Baukonstruktion auf. So wurde das ursprüngliche Stadtmuster rechteckig erstellt, um sich vor schwereren Natureinflüssen zu schützen. Die hellenistischen Gräber und Katakomben sind teilweise erhalten und wurden durch Ausgrabungen zu Tage gebracht.

Aufgrund der Dazugehörigkeit der wertvollsten sizilianischen Stätten spätbarocker Baukunst, wurde Noto zum Weltkulturerbe der UNESCO hofiert. Zu diesen Val di Noto Ensemble gehören zahlreiche Gemeinden, die 1693 durch das Erdbeben zerstört, und aufgebaut wurden.

Noto ist ein Anziehungspunkt für Reisende die sich mit der sakralen Kirchenkunst beschäftigen und sich für Fresken interessieren. Die 33 einzelnen Kirchen und Sankteien bieten hier ein umfangreiches Arrangement, das seinesgleichen sucht. Sehenswert ist der Dom von Noto, dessen beeindruckende Kuppel eine Bauzeit von über 10 Jahren aufweist, und komplett restauriert wurde. Daneben findet der Reisende auch wertvolle Sammlungen und Kunstartefakte in dem Museo di Civico, sowie ergänzende Literatur in den barocken Gemäuern des Palazzo Villadorata, der die Bibliothek beherbergt. Die Palazzo Ducezio wurde 1746 im klassisch-barocken Stil von dem Gönner seiner Zeit- Vincenzo Sinatra erbaut, und ist mit seinem im Rathaus integrierten Tourismuszentrum ein idealer Anlaufpunkt.

Die Menschen in Noto sind von ergreifender Herzlichkeit auf den anwachsenden Tourismus eingestellt, und überraschen mit einem umfangreichen Repertoire, dass die Wünsche in jeglicher Hinsicht erfüllt.

Außerhalb des Ortes findet man die Ruinen und Fundamente der ehemaligen Stadt, sowie die antike Siedlung Eloro, die zum Zielpunkt griechisch- ambitionierter Archäologen wurde. Hier findet man eine Tempelanlage, die einst Asklepios - dem griechischen Gott der Heilkunst- geweiht war. Die Anlage wird auf das Jahr 4.-8. Jahrhundert v. Christus datiert.

Ein Ausflugsziel anderer Art stellt das wunderschöne Naturreservat, südlich von Noto dar. Hier bietet sich die Möglichkeit, eine unberührte Natur zu erleben und zu erkunden. Das 1450 Hektar große Feuchtreservat mit seinen kleinen, schilfbewachsenen Seen bietet eine natürliche Behausung für zahlreiche Tierarten, worunter man neben Füchsen, Sumpfschildkröten und Wildkaninchen auch bis zu 200 verschiedene Vögel beobachten kann. Neben den farbenfrohen Flamingos geben sich Kraniche und Pelikane ein Stelldichein.

Auch für die Sonnenanbeter und Freunde des Badeurlaubes bietet Noto eine gute Möglichkeit: An den Sandstränden des Tellaro Flusses kann man dieser Leidenschaft frönen. Wanderfreudige haben hier die Möglichkeit, den aus dem 15. Jahrhundert stammenden Aussichtsturm Torre de Vendicari zu besichtigen.

Text von Claudia Schleicher