Die heilige Maria, Mutter Gottes hat in Sizilien einen hohen Stellenwert. Ihr zu Ehren wurden viele Kirchen erbaut und geweiht, und sie ist die Schutzpatronin vieler Gemeinden und Provinzen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Gläubige aus der ganzen Welt zu den bekannten Marien-Wallfahrtskirchen in Sizilien pilgern.
Zu den bekanntesten zählt die Santuario della Madonna- die weinende Madonna- in der Provinz Syrakus.
Der Legende nach, wurde sie an einem Platz errichtet, an dem 1953 die Gipsstatue eines einfachen Mannes plötzlich Tränen vergoss. In einen streng gläubigen Land verbreitete sich die Meldung rasch, und so wurde eine Probe der Flüssigkeit entnommen. Man konnte anhand der Analyse nachweisen, dass es sich um eine der menschlichen Tränenflüssigkeit ähnliche Substanz handelte. Nach der Wahrheitserklärung des Bistums Palermo, errichtete man an naher Stelle des ursprünglichen Geschehens die heutige Kirche mit ihrer heiligen Krypta.
In der 1950 errichteten Kirche in Patti ,in der Provinz Messina gelegen, findet man die zweite bekannte Wallfahrtskirche Siziliens. Auf dem Fundament der antiken Stadt Tyndaris erbaut, steht die Kirche zu Ehren der Schwarzen Madonna.
Der Legende nach, wurde sie von der Armut, dem Leid der Menschen und der Veränderung der Welt immer dunkler. Jedoch geht man aufgrund entnommener Materialproben davon aus, dass in Anlehnung an das Lukas Evangelium, bei der Gestaltung und Herstellung gezielt dunkle Materialien verwandt wurden.
Dennoch ist auch diese wunderschöne Kirche ein Magnet für Gläubige aus aller Welt.
Text von Claudia Schleicher
